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publitera ist eine Community für Menschen, die neugierig sind, gerne lesen, über den eigenen Zaun schauen, die Meinung anderer hören wollen - und über Gelesenes diskutieren möchten.

Leser sind Komplizen, die einander nicht kennen. (Martin Walser)

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Viel Spass!

 

 

Chömed Chinde, mir wänd singe

Aktuell

Grossmütter kennen es noch, dieses Liederbuch. Der Suppenhersteller Maggi hatte 1946 die clevere Marketingidee und verkaufte das gefällig illustrierte Buch während acht Jahren im Tausch gegen gesammelte Suppenmarken. So gelangte es in rund eine halbe Million Haushalte. 1954 erwarb der Musikverlag Hug die Rechte an dem Titel und pflegt ihn seitdem liebevoll.

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Lehrstück über die letzten Jahre der DDR

Aktuell

Uwe Tellkamps "Der Turm", prämiert mit dem Deutschen Buchpreis, darf als Renaissance des Erzählens gefeiert werden. Er lässt die letzten sieben Jahre des "real existierenden Sozialismus" auferstehen.

In seinem Roman zeigt Tellkamp mit Virtuosität auf, wie sich die Menschen, die er in seinem Buch als "halbe Menschen mit halbem Leben" bezeichnet, durch eine groteskte Maschinerie durchschlängeln mussten, um auch nur halbwegs das erreichen zu können, was ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprach.

 

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Die bizarren Welten des Mr. Poe

Aktuell

Mitten in der New Yorker Bronx steht ein hölzernes Landcottage aus dem 19. Jahrhundert: Dies war die letzte Zuflucht eines "Meisters des Schreckens". Edgar Allan Poe, geboren vor 200 Jahren.

Poe war der Erfinder der Detektivgeschichten, der König des Psychothrillers und Ahnherr der Science-Fiction - heute hoch angesehen und verehrt. Den damaligen beideren New Yorkern jedoch galt Poe als Trinker, Opiumraucher und Schnorrer. 

 

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Geiseldrama überlebt

Aktuell

Der Schweizer Reto Walther war einer der fünfzehn Entführten europäischen Touristen in der algerischen Sahara, die beinahe vier Monate lang in der Gewalt einer fundamentalistischen Terrorgruppe waren. Um nicht durchzudrehen, schreibt er die Erlebnisse in Tagebuchform nieder.

Sein Bericht beschreibt nicht reisserische Sensation, sondern authentische Alltäglichkeit in dieser dramatischen Situation. Er notiert, was es zu essen gibt, wie schlecht das Trinkwasser ist, wie die Geiseln die Zeit totzuschlagen versuchen beim endlosen Warten in der Hitze. Er berichtet sachlich vom psychischen Druck und den Verletzungen, die sie erleiden.

 

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Oh du schöne Heimat

Aktuell

«Kultbuch Schweiz. Alles was wir lieben: vom Alphorn bis zum Rütlischwur»

Anna-Katharina Rickert und Ralf Schlatter kennt man als Cabaret-Duo Schön&Gut. Sie haben das äusserlich nicht sonderlich anmächelige Buch durch unterhaltsame und zum Teil  hintergründige Texte aufgewertet – etwa wenn es um den Berhardiner geht, Chalets oder den Vierwaldstättersee.

Die Auswahl der Stichworte hält auch einige Überraschungen bereit, unter anderem etwa mit dem Sprayer Harald Nägeli, dem Frauenstimmrecht und dem Dadaismus. Ein durchaus brauchbares Buch letztlich als Einführung in die Schweiz.

Anna-Katharina Rickert/Ralf Schlatter: «Kultbuch Schweiz. Alles was wir lieben: vom Alphorn bis zum Rütlischwur», Komet Verlag, ISBN 978-3-89836-838-4

 

 

U nsere B anken S inken...

Aktuell

Hoffmann-und-Campe-Autor Lukas Hässig präsentierte einen Tag vor der UBS-Bilanzpressekonferenz im Zürcher Zunfthaus zur Saffran der ortsansässigen Wirtschaftspresse seine Sicht der Dinge: «Die UBS hat den Eisberg, in den sie geprallt ist, schon 2002 gesehen.» Die Bank  habe die Risiken gekannt. Noch 2005 habe der damalige Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel ihm, Hässig, auf die Frage, ob die Bank nicht zu viele Risiken eingegangen sei, erklärt: «Wir sind risikoavers – das liegt in der DNA der Bank.» Drei Jahre später weiss die Welt, dass der genetische Code der UBS nicht derjenige war, als den ihn Ospel gerne ausgegeben hatte.

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